Wasserqualität
Wie viele Mineralien braucht der Mensch?
Woher bekommt er Sie und wieviel?
Lebensnotwendige Mineralien, die im Wasser gelöst werden sind Kalium, Kalzium, Magnesium und Natrium. Diese Stoffe dienen dem Körper zur Regulierung des ph-Wertes und des Stoffwechselhaushaltes der Zellen. Die enthaltene Menge der Stoffe im Wasser ist jedoch viel zu gering um den Menschen mit der ausreichenden Menge an Mineralstoffen zu versorgen.
In der folgenden Tabelle sind die von der DGE (Deutsche Gesellschaft für Ernährung) empfohlenen Tagesmengen oben genannter Mineralien im Vergleich aufgelistet.
| Mineralstoff | Tagesbedarf | Mineral - wasser mg/Liter | Tagesbedarf gedeckt mit Mineralwasser L/Tag | Gehalt in Nahrungsmitteln mg/100g |
| Kalium | 1000-2000 | 6,2 | 160-320 | Champignons - 390 Kartoffeln - 1000 Banane - 380 |
| Calcium | 500-1000 | 11,5 | 43-87 | Emmentaler - 1020 Sojabohnen - 255 Haselnüsse - 255 |
| Magnesium | 200-400 | 8 | 25-50 | Sojabohnen - 300 Naturreis - 100 |
| Natrium | 500-2000 | 11,6 | 43-170 | Weichkäse - 1300 Brot - 500 |
Wasser hat demzufolge nicht die Aufgabe den menschlichen Körper mit Mineralien zu versorgen. Es dient in erster Linie als Lösung- und Transportmittel. Um diese Aufgabe effektiv zu erledigen, sollte Wasser rein und frei von schädlichen Stoffen sein. Je geringer Wasser mit Fremdstoffen belastet ist, desto größer ist seine Fähigkeit Stoffe zu lösen und zu binden und Schadstoffe aus dem Körper auszuleiten.
Doch wie kam es dazu?
Ursache Nr. 1
Vergleicht man die Trinkwasserverordnungen der letzten Jahre, so lässt sich feststellen, dass immer weniger Grenzwerte genommen werden.
Gleichzeitig sind die Umwelteinflüsse auf das Grundwasser aber dramatisch gestiegen.
Hunderte Arzneimittelrückstände, weibliche Hormone (Millionen Frauen verwenden die Pille und scheiden mit dem Urin Östrogene aus), Bakterien und Vieren, Herbizide, Pestizide, Industrieabwässer, Weichmacher, Putzmittelrückstände, Nitrat.
Die Klärwerke sind technisch nicht in der Lage, alle diese Substanzen rückstandslos zu entfernen, denn die dafür notwendigen Membranfiltration wäre für Städte und Gemeindenn viel zu teuer.
Diese wasserlöslichen Substanzen gelangen somit wieder zurück in die Flüsse und Seen.
Die Folgen sind schon seit Jahren messbar:
Verweiblichung von Fischarten, messbare Rückstände von Hunderten
verschiedener Stoffe im Wasser - ein Wirkstoffcocktail mit völIig unbekannten
Risiken. Zudem sind die Wechselwirkungen dieser Verbindungen untereinander
völlig unbekannt!
Diese Stoffe gelangen schließlich im Leitungswasser wieder zu uns.
Ursache Nr. 2
- Eine weitere Quelle für Verunreinigung stellt das Rohrleitungssystem bis zur Entnahmestelle beim Endverbraucher dar.
- Auf dem Weg dorthin läuft das Wasser durch kilometerlange Rohrleitungen, welche teilweise gesundheitlich sehr bedenkliche Stoffe enthalten wie z.B. Kupfer, Teer, oder Blei. Diese Stoffe können an das Wasser abgegeben werden.
- Die Messung der Konzentration der möglichen Schadstoffe sollte deswsgen direkt am Wasserhahn des Endverbrauchers erfolgen. Dies ist aber zu aufwändig.
- Die Schadstoffkonzentration, die direkt am Klärwerk gemessen wird, liegt daher meist unter der Konzentration, die Zuhause am heimischen Wasserhahn erreicht wird.
- Die Schadstoffabgabe von den Rohrleitungen ins Wasser wird je nach Bausubstanz und, Länge der Rohrleitung begünstigt. Besonders häufig sind Belastungen durch Blei- oder Kupferrohre.
- Für Blei liegt der Grenzwert bei 25 mg/Liter - Der neue EG Grenzwert beträgt 10 mg/Liter. Junge Frauen, Schwangere und Kinder sollte kein Wasser konsumieren welches den EG Grenzwert überschreitet.
- Für Kupfer gibt es nur einen Richtwert von 2mg/Liter - dieser Wert ist aber für Kleinkinder bereits absolut bedenklich.
Wissen Sie, was aus Ihrem Wasserhahn kommt?
| Aluminium | Fungizide | Parasiten |
| Ammonium | Herbizide | Phosphate |
| Arsen | Hormone | Pilze |
| Asbest | Hydrocarbonate | Pestizide |
| Barium | Insektizide | Quecksilber |
| Bakterien | Kadmium | Radium |
| Benzol | Kalium | Sulfate |
| Blei | Kalk | Silber |
| Berryllium | Kupfer | Tenside |
| Bromedichloromethan | Lösungsmittel | TDS |
| Bromoform | Mangan | Trichlorethan |
| Chloride | Magnesit | Toluen |
| Chrom | Marmorit | Viren |
| Dioxine | Natrium | Xylen |
| Eisen | Nitrate | Zink |
| Fluorid | Nickel | schlechter Geschmack |
Fazit:
- Unsere Wasserwerke liefern Wasser, welches den gesetzlichen Grenzwerten entspricht. Dennoch ist das deutsche Trinkwasser im europäischen Vergleich eines der schlechtesten.
- Darüber hinaus beinhaltet es einen Wirkstoffcocktail mit völlig unbekannten Risiken für den Verbraucher.
- Weiterhin wird die Konzentration der Möglichen Schadstoffe durch blei- und kupferhaltige Rohrleitungen noch erhöht.